Diese Übersicht zeigt zu jedem Sternbild die von mir darin aufgenommenen Objekte.
Fuchs (Vulpecula)

Sh 2-92
Keine Ahnung, warum ich im Herbst 2024 gleich mehrere eher exotische Objekte aufgenommen habe – Sh 2-92 gehört jedenfalls dazu. Die große, sehr schwache H-II-Region im Fuchs wird mit dem Wolf-Rayet-System WR 127 in Verbindung gebracht; rechts in meiner Aufnahme schneidet der Dunkelnebel LDN 810 markant in das leuchtende Gas ein.
Sh 2-88
Sh 2-88 besteht in meiner Aufnahme aus einem größeren Hauptbereich und zwei kleineren Nebelverdichtungen darunter, die in der SHO-Darstellung orange beziehungsweise blau erscheinen. Warum der Komplex auch „Gesicht des Gottesnebels“ genannt wird, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar.
M27 – Hantelnebel
M27 zeigt schon in einer relativ kurzen RGB-Aufnahme seine helle hantelförmige Zentralstruktur deutlich, während schwächere Außenbereiche wesentlich zurückhaltender bleiben. Die 2021er Aufnahme mit 800 mm Brennweite dokumentiert damit vor allem den starken Helligkeitsunterschied innerhalb der expandierenden Gashülle.
Herkules (Hercules)

Leier (Lyra)

Schlange (Serpens)

M16 – Adlernebel mit den Säulen der Schöpfung
Die Säulen der Schöpfung im Adlernebel M16 gehören zu den bekanntesten Sternentstehungsgebieten überhaupt. Für meine Aufnahme war das Objekt dennoch eine echte Geduldsprobe: Von meinem Standort steigt M16 nur etwa 27° hoch, und in den kurzen Sommernächten kamen pro Nacht meist nur zwei bis drei Stunden Belichtungszeit zusammen.
Schlangenträger (Ophiuchus)

LDN 43 – Kosmische Fledermaus
Zum Glück bescherte mir der Juni 2025 mehrere klare Nächte für die Kosmische Fledermaus. LDN 43 steigt von meinem Standort nur auf etwa 25° Höhe – gerade deshalb war ich froh, diese mystisch wirkende Dunkelwolke trotz des langen atmosphärischen Weges ausreichend tief aufnehmen zu können.
Schwan (Cygnus)

NGC – 6826 Blinkender Planetarischer Nebel
NGC 6826 zeigt in meiner HOO-Aufnahme eine nur etwa 31 × 27 Bogensekunden große, intensiv blaugrüne Hauptschale mit eingebetteten Knoten und FLIERs. Für den extrem hellen Kern kombinierte ich die Schmalbanddaten per HDRComposition mit separaten 60-Sekunden-RGB-Aufnahmen.
Tulpennebel Sh 2-101, Mondsichelnebel NGC 6888, WR 134
In dieser Weitfeldaufnahme liegen drei sehr unterschiedliche Strukturen des Sternbilds Schwan nebeneinander: links der Mondsichelnebel NGC 6888, rechts oben der Tulpennebel Sh 2-101 und nahe der Bildmitte der blaugrüne OIII-Bogen um den Wolf-Rayet-Stern WR 134. Für die SHO-Aufnahme kamen in neun Nächten insgesamt 38 h 25 min Belichtungszeit zusammen.
Emissionsnebel SH 2-112 mit umliegender Region
Eigentlich wäre Sh 2-112 ein Motiv für deutlich mehr Brennweite gewesen. Weil mein 200-mm-Askar bereits für ein anderes Ziel aufgebaut war, entstand stattdessen ein Weitfeld – und gerade dadurch wurde die großräumige Sternentstehungsregion um den kleinen hellen Nebel zum eigentlichen Thema des Bildes.
Schmetterlingsnebel IC 1318 und Mondsichelnebel NGC 6888 (Region Sadr)
An diesen Anblick muss ich mich erst noch gewöhnen: Mit 200 mm Brennweite erscheint der mir aus einer früheren Detailaufnahme vertraute Mondsichelnebel NGC 6888 plötzlich nur als ein Teil der riesigen Sadr-Region. IC 1318, LDN 889 und NGC 6910 machen aus dem Feld ein wesentlich komplexeres Motiv.
Sh 2-119 – Muschelschalennebel
Sh 2-119 wird erstaunlich selten fotografiert – für mich unverständlich, weil ich diesen Nebel wunderschön finde. Als ich auf Facebook eine Aufnahme davon sah, war sofort klar, dass ich ihn selbst fotografieren wollte; am Ende stecken knapp 40 Stunden Belichtungszeit darin.
NGC 7000 – Nordamerikanebel
Dieses Weitfeld mit dem Nordamerikanebel links und dem Pelikannebel rechts war mein erstes Bild mit dem William Optics GT71 in Kombination mit der QHY268m-Monokamera. Die Hα-, OIII- und SII-Daten habe ich als SHO-/Hubble-Farbpalette entwickelt und Hα als Luminanz verwendet.
IC 5146 – Kokonnebel
Der Kokonnebel nimmt im ursprünglichen Bildfeld nur einen relativ kleinen Bereich ein; deshalb zeigt die Seite bewusst einen engeren Ausschnitt. So stehen die helle H-II-Region, der eingebettete Sternhaufen Collinder 470 und die dunkleren Staubstrukturen wesentlich stärker im Mittelpunkt.
NGC 6992 und 6995 – Cirrusnebel
NGC 6992 und NGC 6995 bilden den östlichen Teil des Cirrusnebels, eines rund 2.100 Lichtjahre entfernten Supernovaüberrests im Schwan. Für mich ist die Aufnahme zugleich ein Stück eigener Astrofotografie-Geschichte: Sie gehört zu meinen ersten richtigen Deep-Sky-Bildern und entstand noch mit der Canon 700Da.
Skorpion (Scorpius)

Rho-Ophiuchi-Nebel – Antares-Region
Der Rho-Ophiuchi-Komplex ist mit etwa 390 Lichtjahren eines der nächstgelegenen Sternentstehungsgebiete und verbindet in einem einzigen Feld Dunkelwolken, Reflexionsnebel, Emission, Antares und mehrere Sternhaufen. Für mich hat das Bild zusätzlich einen besonderen Stellenwert: Es war die erste Aufnahme mit meinem Askar 200 mm f/4.

























