Diese Übersicht zeigt zu jedem Sternbild die von mir darin aufgenommenen Objekte.
Drache (Draco)

NGC 6543 – Katzenaugennebel
Der Katzenaugennebel war für mich weniger ein Belichtungs- als ein Dynamikproblem: ein extrem heller Kern, umgeben von sehr schwachen äußeren Strukturen. Nach 14 Nächten und vielen Versuchen mit HDRComposition gelang es mir, beides in einer Aufnahme zusammenzubringen – ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Giraffe (Camelopardalis)

Großer Bär (Ursa Major)

M97 – Eulennebel
M97 wirkt auf meiner Hα-/OIII-Aufnahme wie eine fast durchsichtige, rundliche Hülle mit den beiden dunkleren Bereichen, denen der Eulennebel seinen Namen verdankt. Die lange Schmalbandbelichtung war nötig, um neben dem helleren Inneren auch die schwächeren Strukturen der Nebelhülle sauber herauszuarbeiten.
M81 – Bodes-Galaxie und M82 – Zigarrengalaxie
M81 und M82 stehen in fast gleicher Entfernung von rund 12 Millionen Lichtjahren, wirken aber völlig unterschiedlich: M81 zeigt eine geordnete Grand-Design-Spirale, während M82 durch eine starke Starburst-Phase und ausströmendes Gas geprägt ist. In meiner Aufnahme stehen beide Galaxien gemeinsam im Feld und machen die Folgen gravitativer Wechselwirkung unmittelbar vergleichbar.
NGC 3718 – Balken-Spiralgalaxie
Die stark verbogene Form von NGC 3718 hat mich so begeistert, dass ich sie trotz der für meinen 800-mm-Newton eigentlich zu kleinen Bildgröße unbedingt aufnehmen wollte. Viel Belichtungszeit und ein kräftiger Crop waren der Preis dafür – aber für mich hat sich genau dieses ungewöhnliche Galaxienfeld gelohnt.
M101 – Feuerradgalaxie
M101 ist für mich nicht nur wegen ihrer großen, offenen Spiralarme interessant. In derselben Aufnahme konnte ich mit PGC 2487904 erstmals eine extrem weit entfernte Hintergrundgalaxie identifizieren; ein Jahr später wurde M101 durch SN 2023ixf noch einmal zum persönlichen Beobachtungsprojekt.
Kassiopeia (Cassiopeia)

Hummerscherennebel (SH 2-157) – Blasennebel (NGC 7635) – Höhlennebel (SH 2-155) – Wizardnebel (NGC 7380)
Alle großen Objekte dieses Feldes hatte ich zuvor bereits einzeln oder in anderen Kombinationen aufgenommen. Mit 200 mm Brennweite wollte ich sie deshalb einmal gemeinsam zeigen – und gerade dabei wird deutlich, dass ihre scheinbare Nachbarschaft am Himmel nichts über ihre tatsächlichen Entfernungen aussagt.
IC 1848 – Seelennebel und IC 1805 – Herznebel
Herz- und Seelennebel hatte ich zuvor bereits einzeln aufgenommen; mit 200 mm Brennweite passten beide erstmals gemeinsam in ein großes Bildfeld. Gerade dadurch wird sichtbar, dass IC 1805 und IC 1848 zwar benachbarte Sternentstehungsregionen sind, aber nicht einfach dieselbe Entfernung und dasselbe Alter besitzen.
Fragezeichennebel NGC 7822 mit kleinem Rosettennebel
Das scheinbare Fragezeichen kombiniert NGC 7822/Sh 2-171 bei Berkeley 59 mit dem viel weiter entfernten Sh 2-170 bei Stock 18. Erst die 200-mm-Aufnahme von 2023 zeigte mir beide räumlich getrennten Regionen vollständig in einem gemeinsamen Bildfeld.
Sh 2-157 – Hummerscherennebel
Sh 2-157 war der Anlass für diese 200-mm-Aufnahme, im fertigen Bild wurde daraus aber ein Panorama mit mehreren Nebeln und Sternhaufen. Die „Hummerschere“ gehört zum SG-13-Komplex um Markarian 50 und WR 157; das Weitfeld zeigt zugleich die unterschiedlichen Entfernungsebenen der Region.
IC 1805 – Herznebel + IC 1795 – Fischkopfnebel
Diese Weitfeldaufnahme verbindet den Herznebel IC 1805 mit der Fischkopfregion IC 1795 und liegt in zwei Bildfassungen vor: als strukturbetonte SHO-Version und als RGB-Fassung. Der gemeinsame Bildausschnitt zeigt zugleich, dass beide Regionen nur projiziert eng zusammenliegen und physikalisch unterschiedlichen Teilen des W3/W4-Komplexes zugeordnet werden.
SH 2-170 – Kleiner Rosettennebel
Beim kleinen Rosettennebel reizte mich besonders das OIII-Signal im Inneren, weshalb ich die Aufnahme als HOO-Bild entwickelte. Später konnte ich mit dem Askar 200 mm den gesamten Fragezeichen-Komplex aufnehmen – für mich zeigt diese Seite deshalb auch sehr schön, wie sich meine Möglichkeiten mit der Ausrüstung verändert haben.
CTB 1 (ehemals Abell 85) – ein lichtschwacher Supernova-Überrest
CTB 1 ist ein sehr lichtschwacher Supernovaüberrest in der Kassiopeia, dessen offene Schalenstruktur erst mit viel Belichtungszeit deutlich wird. Für mich wurde die Aufnahme mit 45 Stunden 55 Minuten aus 16 Nächten zu einem echten Aufnahmemarathon – gerade deshalb zählt sie zu meinen aufwendigsten Projekten.
IC 1848 – Seelennebel
Weil mein bestellter APO noch immer nicht absehbar geliefert wurde, entstand der Seelennebel noch einmal mit meinem 8-Zoll-Newton als zweifaches Mosaik. Die größere Bildfläche und die Hubble-Farbpalette gaben der Aufnahme für mich so viel Tiefe, dass sie damals neben der Andromedagalaxie zu meinen Lieblingsbildern gehörte.
SH 2-173 – Phantom der Oper Nebel
Sh 2-173 ist eine junge H-II-Region in Kassiopeia, rund 2,5 ± 0,5 kpc entfernt und erst etwa 0,6 bis 1,0 Millionen Jahre alt. Ihren Beinamen „Phantom der Oper“ kann ich in den dunklen und hellen Konturen nachvollziehen; eine belastbare integrierte visuelle Helligkeit habe ich dagegen weiterhin nicht gefunden und trage deshalb keine scheinbar exakte Zahl ein.
NGC 7635 – Blasennebel
In dieser 800-mm-Aufnahme steht die nahezu kreisrunde Blase von NGC 7635 selbst im Mittelpunkt. Später habe ich den Nebel noch mehrfach mit 200 mm Brennweite im größeren Umfeld aufgenommen – ein interessanter Vergleich, weil die nur etwa sieben Lichtjahre große Blase dort plötzlich Teil einer weit größeren Emissionslandschaft wird.
Kepheus (Cepheus)

NGC 6946 – Feuerwerksgalaxie
NGC 6946 zeigt sich fast frontal und lässt in meiner LRGB-Aufnahme verzweigte Spiralarme, Staubbänder und zahlreiche Sternentstehungsregionen erkennen. Die Feuerwerksgalaxie ist rund 25 Millionen Lichtjahre entfernt und wurde ihrem Namen gerecht: Seit 1917 wurden dort zehn Supernovae beobachtet.
Hummerscherennebel (SH 2-157) – Blasennebel (NGC 7635) – Höhlennebel (SH 2-155) – Wizardnebel (NGC 7380)
Alle großen Objekte dieses Feldes hatte ich zuvor bereits einzeln oder in anderen Kombinationen aufgenommen. Mit 200 mm Brennweite wollte ich sie deshalb einmal gemeinsam zeigen – und gerade dabei wird deutlich, dass ihre scheinbare Nachbarschaft am Himmel nichts über ihre tatsächlichen Entfernungen aussagt.
Sh 2-135
Sh 2-135 war eines meiner ausdauerndsten Schmalbandprojekte: Fast 50 Stunden Belichtungszeit waren nötig, weil besonders OIII sehr schwach blieb. Physikalisch prägt der O-Stern #44 die Region als wichtigste Ionisationsquelle; die helle Randzone wird als Blister-H-II-Region an einer Molekülwolke beschrieben.
Fragezeichennebel NGC 7822 mit kleinem Rosettennebel
Das scheinbare Fragezeichen kombiniert NGC 7822/Sh 2-171 bei Berkeley 59 mit dem viel weiter entfernten Sh 2-170 bei Stock 18. Erst die 200-mm-Aufnahme von 2023 zeigte mir beide räumlich getrennten Regionen vollständig in einem gemeinsamen Bildfeld.
LDN 1235 – Haifischnebel
LDN 1235 war mein erster Dunkelnebel – und bei der Bearbeitung deutlich schwieriger als erwartet. Mit dem eigentlichen „Haifisch“ bin ich bis heute zufrieden; der fleckige Hintergrund der Luminanzdaten ist dagegen genau die Art von Schwäche, die ich bei späteren Dunkelnebeln besser lösen wollte.
Sh 2-129 und Ou 4 – Fliegende Fledermaus mit Tintenfischnebel
Ou 4 gehört zu den lichtschwächsten Strukturen, die ich bisher aufgenommen habe: Allein für OIII kamen über 30 Stunden Belichtungszeit zusammen. In der Aufnahme liegt der riesige Tintenfisch scheinbar innerhalb von Sh 2-129 – ob beide physisch wirklich zusammengehören, ist wissenschaftlich bis heute nicht endgültig geklärt.
NGC 7822 – Fragezeichennebel
NGC 7822 gehört zur H-II-Region Sh 2-171 um den jungen Sternhaufen Berkeley 59; Gaia-DR3-Daten ergeben für Berkeley 59 rund 1.009 pc beziehungsweise 3.290 Lichtjahre Entfernung. Diese Aufnahme zeigt bewusst nur den Hauptteil des Komplexes – die später mögliche Gesamtaufnahme mit dem Askar 200 mm dokumentiert für mich gleichzeitig die Entwicklung meiner Ausrüstung.
IC 1396 – Elefantenrüsselnebel
IC 1396 ist ein riesiger Sternentstehungskomplex; in meinem Bild zieht besonders der dunkle Elefantenrüssel IC 1396A mit seinem hellen Rand den Blick auf sich. Gerade um diese Gas- und Staubstrukturen stärker voneinander zu trennen, habe ich die Aufnahme bewusst in einer SHO-/Hubble-Palette entwickelt.



























