M 42 – Orionnebel und IC 434 – Pferdekopfnebel
Diese Weitfeldaufnahme verbindet M 42 mit IC 434 und dem davor stehenden Dunkelnebel Barnard 33 – dem eigentlichen Pferdekopf – sowie mehreren Reflexions- und Dunkelnebeln des Orion-Komplexes. Das Motiv stand lange auf meiner Wunschliste; vier ungewöhnlich klare, mondlose Nächte vom 25. bis 28. Dezember 2024 machten die fast 20 Stunden RGB-Daten möglich.
Jupiter
Am 09.11.2024 gelang mir mein erstes Jupiterbild, mit dem ich wirklich zufrieden war; bis zur endgültigen Bearbeitung brauchte ich mehrere Anläufe. Die 64 kurzen Videos frieren eine Atmosphäre ein, deren Wolkenstruktur sich wegen Jupiters nur rund 9,9-stündiger Rotation schon während einer Session merklich verändert.
Sh 2-92
Keine Ahnung, warum ich im Herbst 2024 gleich mehrere eher exotische Objekte aufgenommen habe – Sh 2-92 gehört jedenfalls dazu. Die große, sehr schwache H-II-Region im Fuchs wird mit dem Wolf-Rayet-System WR 127 in Verbindung gebracht; rechts in meiner Aufnahme schneidet der Dunkelnebel LDN 810 markant in das leuchtende Gas ein.
Sh 2-135
Sh 2-135 war eines meiner ausdauerndsten Schmalbandprojekte: Fast 50 Stunden Belichtungszeit waren nötig, weil besonders OIII sehr schwach blieb. Physikalisch prägt der O-Stern #44 die Region als wichtigste Ionisationsquelle; die helle Randzone wird als Blister-H-II-Region an einer Molekülwolke beschrieben.
Sh 2-88
Sh 2-88 besteht in meiner Aufnahme aus einem größeren Hauptbereich und zwei kleineren Nebelverdichtungen darunter, die in der SHO-Darstellung orange beziehungsweise blau erscheinen. Warum der Komplex auch „Gesicht des Gottesnebels“ genannt wird, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar.
NGC 6543 – Katzenaugennebel
Der Katzenaugennebel war für mich weniger ein Belichtungs- als ein Dynamikproblem: ein extrem heller Kern, umgeben von sehr schwachen äußeren Strukturen. Nach 14 Nächten und vielen Versuchen mit HDRComposition gelang es mir, beides in einer Aufnahme zusammenzubringen – ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.
NGC 4438 – The Eyes Galaxies
Auf der Suche nach einer ungewöhnlich wirkenden Galaxie bin ich bei NGC 4438 und NGC 4435 – den „Eyes Galaxies“ – hängen geblieben; besonders die deformierte Form von NGC 4438 vermittelt für mich unmittelbar Dynamik. Zusammen mit NGC 4461 und NGC 4458 rechts oben war das die gewünschte Komposition für meine erste Aufnahme mit dem C925 EdgeHD bei voller Brennweite von 2.350 mm.
M 1 – Krebsnebel
M1 ist nicht nur der Überrest der im Jahr 1054 beobachteten Supernova, sondern ein vom Crab-Pulsar angetriebener Pulsarwindnebel. Für mich hat die Aufnahme noch eine zweite Bedeutung: Sie war das First Light meines Celestron C925 EdgeHD und zeigte trotz schwieriger Bedingungen deutlich mehr feine Struktur als meine frühere 800-mm-Aufnahme.
M81 – Bodes-Galaxie und M82 – Zigarrengalaxie
M81 und M82 stehen in fast gleicher Entfernung von rund 12 Millionen Lichtjahren, wirken aber völlig unterschiedlich: M81 zeigt eine geordnete Grand-Design-Spirale, während M82 durch eine starke Starburst-Phase und ausströmendes Gas geprägt ist. In meiner Aufnahme stehen beide Galaxien gemeinsam im Feld und machen die Folgen gravitativer Wechselwirkung unmittelbar vergleichbar.
IC 2177 – Möwennebel
Der Möwennebel wird gelegentlich auch Papageiennebel genannt – und bei meiner SHO-Entwicklung finde ich diesen Namen ehrlich gesagt passender. Das große Feld zeigt nicht nur die vermeintlichen Flügel und den Kopf, sondern auch mehrere offene Sternhaufen und dunkle Staubbahnen in einem über 200 Lichtjahre großen Sternentstehungskomplex.
Fragezeichennebel NGC 7822 mit kleinem Rosettennebel
Das scheinbare Fragezeichen kombiniert NGC 7822/Sh 2-171 bei Berkeley 59 mit dem viel weiter entfernten Sh 2-170 bei Stock 18. Erst die 200-mm-Aufnahme von 2023 zeigte mir beide räumlich getrennten Regionen vollständig in einem gemeinsamen Bildfeld.
NGC 2237 – Rosettennebel mit Umfeld
Ich wollte den Rosettennebel bewusst nicht isoliert, sondern zusammen mit seinem großflächigen Umfeld zeigen und habe dafür mehr als 30 Stunden Hα-, OIII- und SII-Daten gesammelt. Erst bei der Bearbeitung wurde mir klar, wie viel zusätzliche Nebelstruktur rechts ins Feld reicht – heute würde ich den Bildausschnitt deshalb etwas weiter nach links setzen.
Emissionsnebel SH 2-112 mit umliegender Region
Eigentlich wäre Sh 2-112 ein Motiv für deutlich mehr Brennweite gewesen. Weil mein 200-mm-Askar bereits für ein anderes Ziel aufgebaut war, entstand stattdessen ein Weitfeld – und gerade dadurch wurde die großräumige Sternentstehungsregion um den kleinen hellen Nebel zum eigentlichen Thema des Bildes.
LDN 1235 – Haifischnebel
LDN 1235 war mein erster Dunkelnebel – und bei der Bearbeitung deutlich schwieriger als erwartet. Mit dem eigentlichen „Haifisch“ bin ich bis heute zufrieden; der fleckige Hintergrund der Luminanzdaten ist dagegen genau die Art von Schwäche, die ich bei späteren Dunkelnebeln besser lösen wollte.
Sh 2-157 – Hummerscherennebel
Sh 2-157 war der Anlass für diese 200-mm-Aufnahme, im fertigen Bild wurde daraus aber ein Panorama mit mehreren Nebeln und Sternhaufen. Die „Hummerschere“ gehört zum SG-13-Komplex um Markarian 50 und WR 157; das Weitfeld zeigt zugleich die unterschiedlichen Entfernungsebenen der Region.
Rho-Ophiuchi-Nebel – Antares-Region
Der Rho-Ophiuchi-Komplex ist mit etwa 390 Lichtjahren eines der nächstgelegenen Sternentstehungsgebiete und verbindet in einem einzigen Feld Dunkelwolken, Reflexionsnebel, Emission, Antares und mehrere Sternhaufen. Für mich hat das Bild zusätzlich einen besonderen Stellenwert: Es war die erste Aufnahme mit meinem Askar 200 mm f/4.
























