Schmetterlingsnebel IC 1318 und Mondsichelnebel NGC 6888 (Region Sadr)
An diesen Anblick muss ich mich erst noch gewöhnen: Mit 200 mm Brennweite erscheint der mir aus einer früheren Detailaufnahme vertraute Mondsichelnebel NGC 6888 plötzlich nur als ein Teil der riesigen Sadr-Region. IC 1318, LDN 889 und NGC 6910 machen aus dem Feld ein wesentlich komplexeres Motiv.
NGC 4631 – Walfischgalaxie und NGC 4656 – Brecheisen-Galaxie
NGC 4631 dominiert das Feld als kantenständige Walfischgalaxie; direkt bei ihr sitzt die kleine NGC 4627, rechts oben liegt die verzerrte NGC 4656 – die Hockey-Stick-Galaxie. Das Bild zeigt damit mehrere sichtbare Spuren gravitativer Wechselwirkungen, deren Entstehung komplizierter ist als eine einzige Begegnung.
NGC 3718 – Balken-Spiralgalaxie
Die stark verbogene Form von NGC 3718 hat mich so begeistert, dass ich sie trotz der für meinen 800-mm-Newton eigentlich zu kleinen Bildgröße unbedingt aufnehmen wollte. Viel Belichtungszeit und ein kräftiger Crop waren der Preis dafür – aber für mich hat sich genau dieses ungewöhnliche Galaxienfeld gelohnt.
IC 1805 – Herznebel + IC 1795 – Fischkopfnebel
Diese Weitfeldaufnahme verbindet den Herznebel IC 1805 mit der Fischkopfregion IC 1795 und liegt in zwei Bildfassungen vor: als strukturbetonte SHO-Version und als RGB-Fassung. Der gemeinsame Bildausschnitt zeigt zugleich, dass beide Regionen nur projiziert eng zusammenliegen und physikalisch unterschiedlichen Teilen des W3/W4-Komplexes zugeordnet werden.
NGC 1499 – Kalifornianebel
Beim Kalifornianebel habe ich mich bewusst gegen eine natürliche Farbdarstellung entschieden und die Schmalbanddaten in einer Hubble-/SHO-Palette kombiniert. Dadurch treten die langgezogenen Emissionsstrukturen stärker auseinander – auch wenn viele gelb, grün oder orange dargestellte Bereiche in einer RGB-Aufnahme überwiegend rot erscheinen würden.
Sh 2-129 und Ou 4 – Fliegende Fledermaus mit Tintenfischnebel
Ou 4 gehört zu den lichtschwächsten Strukturen, die ich bisher aufgenommen habe: Allein für OIII kamen über 30 Stunden Belichtungszeit zusammen. In der Aufnahme liegt der riesige Tintenfisch scheinbar innerhalb von Sh 2-129 – ob beide physisch wirklich zusammengehören, ist wissenschaftlich bis heute nicht endgültig geklärt.
NGC 7822 – Fragezeichennebel
NGC 7822 gehört zur H-II-Region Sh 2-171 um den jungen Sternhaufen Berkeley 59; Gaia-DR3-Daten ergeben für Berkeley 59 rund 1.009 pc beziehungsweise 3.290 Lichtjahre Entfernung. Diese Aufnahme zeigt bewusst nur den Hauptteil des Komplexes – die später mögliche Gesamtaufnahme mit dem Askar 200 mm dokumentiert für mich gleichzeitig die Entwicklung meiner Ausrüstung.
SH 2-170 – Kleiner Rosettennebel
Beim kleinen Rosettennebel reizte mich besonders das OIII-Signal im Inneren, weshalb ich die Aufnahme als HOO-Bild entwickelte. Später konnte ich mit dem Askar 200 mm den gesamten Fragezeichen-Komplex aufnehmen – für mich zeigt diese Seite deshalb auch sehr schön, wie sich meine Möglichkeiten mit der Ausrüstung verändert haben.
Sh 2-119 – Muschelschalennebel
Sh 2-119 wird erstaunlich selten fotografiert – für mich unverständlich, weil ich diesen Nebel wunderschön finde. Als ich auf Facebook eine Aufnahme davon sah, war sofort klar, dass ich ihn selbst fotografieren wollte; am Ende stecken knapp 40 Stunden Belichtungszeit darin.
IC 1396 – Elefantenrüsselnebel
IC 1396 ist ein riesiger Sternentstehungskomplex; in meinem Bild zieht besonders der dunkle Elefantenrüssel IC 1396A mit seinem hellen Rand den Blick auf sich. Gerade um diese Gas- und Staubstrukturen stärker voneinander zu trennen, habe ich die Aufnahme bewusst in einer SHO-/Hubble-Palette entwickelt.
CTB 1 (ehemals Abell 85) – ein lichtschwacher Supernova-Überrest
CTB 1 ist ein sehr lichtschwacher Supernovaüberrest in der Kassiopeia, dessen offene Schalenstruktur erst mit viel Belichtungszeit deutlich wird. Für mich wurde die Aufnahme mit 45 Stunden 55 Minuten aus 16 Nächten zu einem echten Aufnahmemarathon – gerade deshalb zählt sie zu meinen aufwendigsten Projekten.
M16 – Adlernebel mit den Säulen der Schöpfung
Die Säulen der Schöpfung im Adlernebel M16 gehören zu den bekanntesten Sternentstehungsgebieten überhaupt. Für meine Aufnahme war das Objekt dennoch eine echte Geduldsprobe: Von meinem Standort steigt M16 nur etwa 27° hoch, und in den kurzen Sommernächten kamen pro Nacht meist nur zwei bis drei Stunden Belichtungszeit zusammen.
NGC 7000 – Nordamerikanebel
Dieses Weitfeld mit dem Nordamerikanebel links und dem Pelikannebel rechts war mein erstes Bild mit dem William Optics GT71 in Kombination mit der QHY268m-Monokamera. Die Hα-, OIII- und SII-Daten habe ich als SHO-/Hubble-Farbpalette entwickelt und Hα als Luminanz verwendet.
M101 – Feuerradgalaxie
M101 ist für mich nicht nur wegen ihrer großen, offenen Spiralarme interessant. In derselben Aufnahme konnte ich mit PGC 2487904 erstmals eine extrem weit entfernte Hintergrundgalaxie identifizieren; ein Jahr später wurde M101 durch SN 2023ixf noch einmal zum persönlichen Beobachtungsprojekt.
Abell 1656 – Coma-Galaxienhaufen
Bei Abell 1656 wollte ich ganz konkret wissen, wie viele Galaxien sich mit meinem 200/800-mm-Amateurteleskop in einer einzigen Aufnahme nachweisen lassen. PixInsight markierte 513 Galaxien; beim eigenen Hineinzoomen fand ich noch etwa 245 weitere – für mich sind damit rund 750 Galaxien im Bild erkennbar.
























