Astrofotografie
SHO
Aufnahmen aus dieser Kategorie.
Hummerscherennebel (SH 2-157) – Blasennebel (NGC 7635) – Höhlennebel (SH 2-155) – Wizardnebel (NGC 7380)
Alle großen Objekte dieses Feldes hatte ich zuvor bereits einzeln oder in anderen Kombinationen aufgenommen. Mit 200 mm Brennweite wollte ich sie deshalb einmal gemeinsam zeigen – und gerade dabei wird deutlich, dass ihre scheinbare Nachbarschaft am Himmel nichts über ihre tatsächlichen Entfernungen aussagt.
IC 1848 – Seelennebel und IC 1805 – Herznebel
Herz- und Seelennebel hatte ich zuvor bereits einzeln aufgenommen; mit 200 mm Brennweite passten beide erstmals gemeinsam in ein großes Bildfeld. Gerade dadurch wird sichtbar, dass IC 1805 und IC 1848 zwar benachbarte Sternentstehungsregionen sind, aber nicht einfach dieselbe Entfernung und dasselbe Alter besitzen.
Tulpennebel Sh 2-101, Mondsichelnebel NGC 6888, WR 134
In dieser Weitfeldaufnahme liegen drei sehr unterschiedliche Strukturen des Sternbilds Schwan nebeneinander: links der Mondsichelnebel NGC 6888, rechts oben der Tulpennebel Sh 2-101 und nahe der Bildmitte der blaugrüne OIII-Bogen um den Wolf-Rayet-Stern WR 134. Für die SHO-Aufnahme kamen in neun Nächten insgesamt 38 h 25 min Belichtungszeit zusammen.
IC 405 Flammender Stern, IC 410 Kaulquappennebel, IC 417 Spinnennebel
Dieses Weitfeld im Fuhrmann vereint mehrere Nebel und Sternhaufen, die im Bild dicht beieinander liegen, physikalisch aber sehr unterschiedliche Entfernungen und Alter besitzen. Der Reiz der Aufnahme liegt für mich gerade darin, von IC 405 links über IC 410 und IC 417 bis zu M36 und M38 durch ein einziges großes Feld wandern zu können.
Sh 2-92
Keine Ahnung, warum ich im Herbst 2024 gleich mehrere eher exotische Objekte aufgenommen habe – Sh 2-92 gehört jedenfalls dazu. Die große, sehr schwache H-II-Region im Fuchs wird mit dem Wolf-Rayet-System WR 127 in Verbindung gebracht; rechts in meiner Aufnahme schneidet der Dunkelnebel LDN 810 markant in das leuchtende Gas ein.
Sh 2-135
Sh 2-135 war eines meiner ausdauerndsten Schmalbandprojekte: Fast 50 Stunden Belichtungszeit waren nötig, weil besonders OIII sehr schwach blieb. Physikalisch prägt der O-Stern #44 die Region als wichtigste Ionisationsquelle; die helle Randzone wird als Blister-H-II-Region an einer Molekülwolke beschrieben.
Sh 2-88
Sh 2-88 besteht in meiner Aufnahme aus einem größeren Hauptbereich und zwei kleineren Nebelverdichtungen darunter, die in der SHO-Darstellung orange beziehungsweise blau erscheinen. Warum der Komplex auch „Gesicht des Gottesnebels“ genannt wird, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar.
IC 2177 – Möwennebel
Der Möwennebel wird gelegentlich auch Papageiennebel genannt – und bei meiner SHO-Entwicklung finde ich diesen Namen ehrlich gesagt passender. Das große Feld zeigt nicht nur die vermeintlichen Flügel und den Kopf, sondern auch mehrere offene Sternhaufen und dunkle Staubbahnen in einem über 200 Lichtjahre großen Sternentstehungskomplex.
Fragezeichennebel NGC 7822 mit kleinem Rosettennebel
Das scheinbare Fragezeichen kombiniert NGC 7822/Sh 2-171 bei Berkeley 59 mit dem viel weiter entfernten Sh 2-170 bei Stock 18. Erst die 200-mm-Aufnahme von 2023 zeigte mir beide räumlich getrennten Regionen vollständig in einem gemeinsamen Bildfeld.
NGC 2237 – Rosettennebel mit Umfeld
Ich wollte den Rosettennebel bewusst nicht isoliert, sondern zusammen mit seinem großflächigen Umfeld zeigen und habe dafür mehr als 30 Stunden Hα-, OIII- und SII-Daten gesammelt. Erst bei der Bearbeitung wurde mir klar, wie viel zusätzliche Nebelstruktur rechts ins Feld reicht – heute würde ich den Bildausschnitt deshalb etwas weiter nach links setzen.
Emissionsnebel SH 2-112 mit umliegender Region
Eigentlich wäre Sh 2-112 ein Motiv für deutlich mehr Brennweite gewesen. Weil mein 200-mm-Askar bereits für ein anderes Ziel aufgebaut war, entstand stattdessen ein Weitfeld – und gerade dadurch wurde die großräumige Sternentstehungsregion um den kleinen hellen Nebel zum eigentlichen Thema des Bildes.
Sh 2-157 – Hummerscherennebel
Sh 2-157 war der Anlass für diese 200-mm-Aufnahme, im fertigen Bild wurde daraus aber ein Panorama mit mehreren Nebeln und Sternhaufen. Die „Hummerschere“ gehört zum SG-13-Komplex um Markarian 50 und WR 157; das Weitfeld zeigt zugleich die unterschiedlichen Entfernungsebenen der Region.
Schmetterlingsnebel IC 1318 und Mondsichelnebel NGC 6888 (Region Sadr)
An diesen Anblick muss ich mich erst noch gewöhnen: Mit 200 mm Brennweite erscheint der mir aus einer früheren Detailaufnahme vertraute Mondsichelnebel NGC 6888 plötzlich nur als ein Teil der riesigen Sadr-Region. IC 1318, LDN 889 und NGC 6910 machen aus dem Feld ein wesentlich komplexeres Motiv.
IC 1805 – Herznebel + IC 1795 – Fischkopfnebel
Diese Weitfeldaufnahme verbindet den Herznebel IC 1805 mit der Fischkopfregion IC 1795 und liegt in zwei Bildfassungen vor: als strukturbetonte SHO-Version und als RGB-Fassung. Der gemeinsame Bildausschnitt zeigt zugleich, dass beide Regionen nur projiziert eng zusammenliegen und physikalisch unterschiedlichen Teilen des W3/W4-Komplexes zugeordnet werden.
NGC 1499 – Kalifornianebel
Beim Kalifornianebel habe ich mich bewusst gegen eine natürliche Farbdarstellung entschieden und die Schmalbanddaten in einer Hubble-/SHO-Palette kombiniert. Dadurch treten die langgezogenen Emissionsstrukturen stärker auseinander – auch wenn viele gelb, grün oder orange dargestellte Bereiche in einer RGB-Aufnahme überwiegend rot erscheinen würden.
NGC 7822 – Fragezeichennebel
NGC 7822 gehört zur H-II-Region Sh 2-171 um den jungen Sternhaufen Berkeley 59; Gaia-DR3-Daten ergeben für Berkeley 59 rund 1.009 pc beziehungsweise 3.290 Lichtjahre Entfernung. Diese Aufnahme zeigt bewusst nur den Hauptteil des Komplexes – die später mögliche Gesamtaufnahme mit dem Askar 200 mm dokumentiert für mich gleichzeitig die Entwicklung meiner Ausrüstung.
Sh 2-119 – Muschelschalennebel
Sh 2-119 wird erstaunlich selten fotografiert – für mich unverständlich, weil ich diesen Nebel wunderschön finde. Als ich auf Facebook eine Aufnahme davon sah, war sofort klar, dass ich ihn selbst fotografieren wollte; am Ende stecken knapp 40 Stunden Belichtungszeit darin.
IC 1396 – Elefantenrüsselnebel
IC 1396 ist ein riesiger Sternentstehungskomplex; in meinem Bild zieht besonders der dunkle Elefantenrüssel IC 1396A mit seinem hellen Rand den Blick auf sich. Gerade um diese Gas- und Staubstrukturen stärker voneinander zu trennen, habe ich die Aufnahme bewusst in einer SHO-/Hubble-Palette entwickelt.
CTB 1 (ehemals Abell 85) – ein lichtschwacher Supernova-Überrest
CTB 1 ist ein sehr lichtschwacher Supernovaüberrest in der Kassiopeia, dessen offene Schalenstruktur erst mit viel Belichtungszeit deutlich wird. Für mich wurde die Aufnahme mit 45 Stunden 55 Minuten aus 16 Nächten zu einem echten Aufnahmemarathon – gerade deshalb zählt sie zu meinen aufwendigsten Projekten.
M16 – Adlernebel mit den Säulen der Schöpfung
Die Säulen der Schöpfung im Adlernebel M16 gehören zu den bekanntesten Sternentstehungsgebieten überhaupt. Für meine Aufnahme war das Objekt dennoch eine echte Geduldsprobe: Von meinem Standort steigt M16 nur etwa 27° hoch, und in den kurzen Sommernächten kamen pro Nacht meist nur zwei bis drei Stunden Belichtungszeit zusammen.
NGC 7000 – Nordamerikanebel
Dieses Weitfeld mit dem Nordamerikanebel links und dem Pelikannebel rechts war mein erstes Bild mit dem William Optics GT71 in Kombination mit der QHY268m-Monokamera. Die Hα-, OIII- und SII-Daten habe ich als SHO-/Hubble-Farbpalette entwickelt und Hα als Luminanz verwendet.
SH 2-261 – Lowers Nebel
Lower’s Nebel war für mich ein ausgesprochen lichtschwaches Ziel: Trotz rund 18 Stunden Belichtungszeit ließen sich die äußeren Nebelbereiche nicht in der von mir gewünschten Qualität darstellen. Auf der Seite bleiben deshalb sowohl die Echtfarbenfassung als auch die Hubble-Farbpalette erhalten.
NGC 2174 – Affenkopfnebel
NGC 2174, der Affenkopfnebel, ist eine rund 6.400 Lichtjahre entfernte H-II-Region im Orion mit jungen Sternen zwischen leuchtendem Gas und dunklem Staub. Meine Aufnahme zeigt denselben Datensatz in zwei sehr unterschiedlichen Bearbeitungen – einmal farbnah und einmal in einer an die Hubble-Palette angelehnten Falschfarbdarstellung.
IC 1848 – Seelennebel
Weil mein bestellter APO noch immer nicht absehbar geliefert wurde, entstand der Seelennebel noch einmal mit meinem 8-Zoll-Newton als zweifaches Mosaik. Die größere Bildfläche und die Hubble-Farbpalette gaben der Aufnahme für mich so viel Tiefe, dass sie damals neben der Andromedagalaxie zu meinen Lieblingsbildern gehörte.
IC 410 – Kaulquappennebel
IC 410 liegt auf meiner Seite in zwei sehr unterschiedlichen Fassungen vor: einmal als RGB-Aufnahme und einmal als HOO-Entwicklung im Look einer SHO-/Hubble-Palette. Besonders die beiden Kaulquappen Sim 129 und Sim 130 zeigen, wie stark dieselbe Sternentstehungsregion je nach Farbdarstellung anders wirkt.
































